Magistrat billigt Klimaschutzkonzept: Hanau will Stadt bis 2045 treibhausgasneutral entwickeln

Magistrat billigt Klimaschutzkonzept: Hanau will Stadt bis 2045 treibhausgasneutral entwickeln
Magistrat billigt Klimaschutzkonzept: Hanau will Stadt bis 2045 treibhausgasneutral entwickeln | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Der Magistrat der Stadt Hanau hat einem fortgeschriebenen Integrierten Klimaschutzkonzept zugestimmt, das die Treibhausgasneutralität der gesamten Stadt bis zum Jahr 2045 anstrebt. Parallel dazu bleibt das Ziel bestehen, die städtische Unternehmung möglichst bis 2040 klimaneutral auszurichten. Die Vorlage basiert auf einer aktualisierten Datengrundlage und einer Fortschreibung des ersten Hanauer Konzepts von 2013.

Ziele und rechtlicher Rahmen

Das neue Konzept überträgt die bundes und landespolitischen Vorgaben auf kommunale Ebene. Es orientiert sich an den Zielvorgaben des Bundes Klimaschutzgesetzes und des Hessischen Klimagesetzes, die eine Netto Treibhausgasneutralität bis 2045 vorsehen. Gleichzeitig konkretisiert die Stadt ihr eigenes Vorgehen für Verwaltung, Liegenschaften und stadtweite Maßnahmen.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bewertete Klimaschutz als eine unmittelbare Verantwortung im Hier und Jetzt. Seiner Darstellung zufolge liefert das Konzeptrahmenwerk einen wissenschaftlich fundierten Fahrplan, der ambitioniert sei, aber an die kommunalen Handlungsspielräume angepasst wurde.

Inhalte des Konzepts

Die Fortschreibung enthält eine detaillierte Treibhausgasbilanz sowie eine Analyse von Einspar und Ausbaupotenzialen. In einem stadtweiten Beteiligungsprozess wurden in fünf zentralen Handlungsfeldern insgesamt 50 Maßnahmen formuliert. Das Papier stellt zwei Entwicklungspfade gegenüber: ein Szenario mit fortgesetztem Vorgehen und ein Zielszenario mit ambitionierten Einsparungen und Ausbaumaßnahmen.

Zu den seit 2013 umgesetzten Punkten zählen Beratungsangebote, der Ausbau erneuerbarer Energien auf städtischen Liegenschaften und die organisatorische Verankerung von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Verwaltung. Das Konzept ist als dynamischer Prozess angelegt und soll fortlaufend aktualisiert werden.

Umsetzung und Finanzierung

Für die praktische Umsetzung sieht das Konzept ein Monitoring vor, das die Fortschritte regelmäßig überprüfbar und transparent machen soll. Die Umsetzung der Maßnahmen ist allerdings an die Mittelbereitstellung und an Beschlüsse künftiger Haushalte gebunden. Der Magistrat wurde beauftragt, die Vorschläge bei der weiteren Mittel und Stellenplanung zu berücksichtigen.

Die Magistratszustimmung ist eine Vorstufe; die Stadtverordnetenversammlung wird das Konzept in ihrer öffentlichen Sitzung am Montag, 9. Februar, ab 17 Uhr beraten. Bis dahin bleibt offen, in welchem Umfang konkrete Maßnahmen zeitnah finanziert und umgesetzt werden.

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