Am 10. März hat die Stadt Hanau auf dem Marktplatz vor dem Rathaus die tibetische Flagge gehisst. Die Aktion ist Teil der Kampagne Flagge zeigen für Tibet der Tibet Initiative Deutschland und erinnert an den Volksaufstand in Lhasa vom 10. März 1959.
Aktion vor dem Rathaus
Wie in den Vorjahren beteiligte sich Hanau an der bundesweiten Initiative, mit der Städte und Gemeinden auf Menschenrechtsfragen in Tibet aufmerksam machen sollen. Die Fahne wurde auf dem Marktplatz sichtbar platziert. Die Stadt begründet das Hissen der Flagge als Gedenkzeichen und Hinweis auf den anhaltenden Streit um Selbstbestimmung und Menschenrechte in der Region.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagte, das Thema bleibe gegenwärtig und nannte laufende Konflikte als Bezugsrahmen. Er verwies auf den Krieg in der Ukraine und merkte an, dass die Ukraine seit mehr als vier Jahren gegen russische Invasoren kämpfe.
Kampagne und Jubiläum
Die Kampagne Flagge zeigen für Tibet wurde 1996 gestartet. Seitdem ruft die Tibet Initiative Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf, am 10. März ein Zeichen für Menschenrechte zu setzen und die tibetische Flagge zu hissen. Inzwischen beteiligen sich laut Initiative hunderte Kommunen. In diesem Jahr besteht die Aktion seit dreißig Jahren.
Erinnerung an den Aufstand von 1959
Der 10. März erinnert an den Volksaufstand in Lhasa, bei dem nach historischen Berichten tausende Tibeterinnen und Tibeter gegen die chinesische Besatzung protestierten. Der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen. Der Jahrestag gilt bis heute als wichtigster politischer Gedenktag der tibetischen Gemeinschaft weltweit.
Die Stadt Hanau setzt mit dem Hissen der Flagge die Praxis der vergangenen Jahre fort und reiht sich damit in die bundesweite Aktion ein.
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