Am Kinzigufer nahe der Kinzigbrücke an der Rühlstraße hat die Stadt Hanau anlässlich des Tag des Baumes eine Zitterpappel gepflanzt. Die Aktion bringt den Baum des Jahres 2026 an einen zentralen Ort der Innenstadt und setzt eine seit mehr als zwei Jahrzehnten gepflegte Pflanztradition fort.
Pflanzung und Bedeutung
Die gepflanzte Zitterpappel, auch Espe genannt, gilt als schnell wachsend und anpassungsfähig. Diese Eigenschaften machen die Art nach Einschätzung der Stadt besonders geeignet für Flussufer und andere Entwicklungsflächen. Stadträtin Isabelle Hemsley erklärte, mit jeder Baumpflanzung werde konkret in die Zukunft der Stadt investiert und Hanau dadurch lebenswerter gemacht. Sie setzte die Pflanzung zudem symbolisch in Zusammenhang mit der jüngsten Kommunalwahl und den kommenden politischen Jahren. Die Zitterpappel stehe als Pionierbaum für Anpassungsfähigkeit, Widerstandskraft und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, und diese Eigenschaften seien auch für die künftige Kommunalpolitik von Bedeutung.
Städtische Bestände und Pflanztradition
Im Hanauer Baumkataster des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service werden mehr als 40 000 Bäume geführt, zusätzlich gehören etwa 1 400 Hektar Stadtwald zum städtischen Bestand. Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Borowski wies darauf hin, dass Bäume zentrale Bausteine für Klimaschutz und Lebensqualität seien, und bezeichnete die jährlichen Pflanzaktionen als wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt.
Die nun fortgesetzte Aktion knüpft an einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2003 an, mit dem die Impulse der Landesgartenschau dauerhaft genutzt werden sollten. Seit 2004 wird jährlich der jeweilige Baum des Jahres an wechselnden Standorten in den Stadtteilen gepflanzt. Im Lauf der Jahre entstand ein sichtbares grünes Netzwerk im Stadtgebiet, unter anderem mit einer Kastanie in den Francois Gärten im Lamboy im Jahr 2004, einer Buche im Schlossgarten im Jahr 2005, Linden am Mainufer und an der Mainbrücke in Kleinauheim und Grossauheim im Jahr 2006, einer Eiche am Pfaffenbrunnen in Steinheim im Jahr 2007 und einer Walnuss am Hochgericht in Kesselstadt im Jahr 2009. Größere Aktionen wie 15 Feldahorne am Hochgericht im Jahr 2015 oder Säulenhainbuchen im Bürgerwäldchen an der Lortzingstraße im Jahr 2017 prägen das Stadtbild bis heute. In den Jahren 2020 bis 2022 musste die Reihe pandemiebedingt pausieren.
Hintergrund zum Tag des Baumes
Der Tag des Baumes wird in Deutschland seit 1952 begangen. Er wurde von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald initiiert und orientiert sich am amerikanischen Arbor Day. Der Aktionstag am 25. April soll die Bedeutung von Bäumen für Umwelt, Klima und Lebensqualität in das öffentliche Bewusstsein rücken. In Hanau gehört der Tag des Baumes seit mehr als 20 Jahren zum städtischen Engagement für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung.
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