Versorgungsengpässe in Hanau
Bereits jetzt werden Termine für Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Abklärungen chronischer Beschwerden verzögert oder nicht angeboten. Die Situation wird durch demografische Besonderheiten verschärft. In Hanau gibt es einen hohen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund und teilweise eingeschränkten Deutschkenntnissen. Die zusätzliche Kommunikationszeit und ein wachsender Beratungsaufwand in Fragen von Entwicklung, Ernährung und sozialpädiatrischer Betreuung erhöhen den Personalbedarf der Praxen.
Geplante Regelungen und befürchtete Folgen
Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass eine Deckelung präventiver Leistungen kontraproduktiv sei, weil sie gerade der Früherkennung und Vermeidung späterer Behandlungskosten diene. Zudem führe eine Begrenzung möglicher Honorarsteigerungen auf die Grundlohnsumme, in den ersten drei Jahren sogar abzüglich eines Prozentpunkts, zu finanziellen Schieflagen: Pädiatrische Praxen hätten vergleichsweise hohen Personal und Flächenbedarf pro Patient, während Lohn und Mietkosten stärker stiegen als die Grundlohnsumme. Vor diesem Hintergrund könne eine Rücknahme der Entbudgetierung dazu führen, dass Sprechstundenzeiten reduziert, Wartezeiten verlängert und die Attraktivität einer Niederlassung in Hanau verringert würden.
Forderungen an die Politik
Abschließend bitten die Unterzeichnenden die genannten Bundestagsabgeordneten, im parlamentarischen Verfahren auf Änderungen des Gesetzentwurfs hinzuwirken. Sie bieten an, die Lage in Hanau in einem persönlichen Gespräch weiter zu erläutern.
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